Sales Archive - Master of Sales

Juli 4, 2019
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Als Alleinstellungsmerkmal (unique selling point) kurz USP wird das herausragende Leistungsmerkmal bezeichnet, durch welches sich ein Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt. Als Unternehmer ist dies meine Story mit der ich an den Markt gehe und mir einen Wettbewerbsvorteil verspreche. Wenn meine Zielgruppe dies genauso wahr nimmt – sich vom Konsum meines Produktes oder meiner Dienstleistung also einen einzigartigen Nutzen verspricht – dann wird mein Angebot eine entsprechende Nachfrage haben. Es läuft quasi.

Verliere ich diesen USP, brauche ich einen neuen oder laufe Gefahr Marktanteile bzw. Kunden und Umsatz zu verlieren.

Eine Möglichkeit meinen USP zu verlieren ist schlichte Nachahmung. Wenn es mein USP ist, den ersten Kaffee mit Hafermilch-Cappuccino in Chemnitz zu betreiben, dann werde ich Menschen, welche Probleme mit Laktose oder  die Schnauze voll von Soja haben, zu Käufen veranlassen. Wenn das Eiskaffe Michelangelo jetzt auch Hafer-Cappuccino anbietet, werde ich einige Käufe weniger haben. Wenn es dann dort sogar noch Hafer-Flat White gibt, welcher nur so viel kostet wie mein Hafer-Cappuccino, wird es eng. Mein USP ist einfach weg. Und die vorhandene und steigende Transparenz der Märkte sowie die Agilität junger Firmen und sinkende Markteintrittskosten sorgen für immer schnellere und bessere Nachahmungen.

Die andere Möglichkeit dem USP Servus sagen zu müssen – ist Transparenz. Wenn mein USP eher marketing-technischer Natur ist – beispielsweise der “einzig wahre Hafermilch-Cappuccino in ganz Chemnitz” – dann wird Google, der Verbraucherschutz oder das Eiskaffee Michelangelo dafür sorgen, dass dies auffliegt. Die Zeiten intransparenter Märkte und damit verbundener Wettbewerbsvorteile sind vorbei. Selbst in den letzten Bastionen der Intransparenz wie Versicherungen, Banken, Energieversorgung und Telekommunikation gibt es immer mehr Unternehmen, Vorschriften und Organisationen, welche das Licht anmachen und für Transparenz sorgen.

Wenn es jetzt Dein Ansinnen war, Hafer-Cappuccino in Chemnitz zu verkaufen, um Deinen Umsatz zu steigern, wirst Du Rabattkarten verteilen, den Preis senken, Mandelmilch ins Programm nehmen oder die teure gute Barista-Hafermilch verwenden und dies laut kommunizieren. Andere werden nachziehen und Du wirst weiter Kunden verlieren.

Warum? Weil es gar keine loyalen Kunden waren, sondern Käufer. Sie haben eine Laktose-Intoleranz – Du den Cappuccino dafür. Du warst kurz der Einzige – jetzt gibt es mehrere von Dir.

Die einzige Möglichkeit dies zu verhindern ist Deine Einstellung und die Entwicklung eines klaren Warum – eines Warum was dem Kunden die Möglichkeit gibt einen Sinn hinter Deinem TUN und seinem Kauf zu finden und Dich und Dein Produkt zu lieben. Ein Warum was ihm die Chance gibt sich vom Käufer zum loyalen Kunden zu entwickeln. Er muss das Gefühl haben können, dass es Dir nicht um Umsatz sondern  – viel mehr – um ihn geht.

Wenn es Dir mit Deinem Kaffee darum geht, Menschen einen unvergesslichen Start in Tag zu bereiten, den besten Kaffee ihres Lebens zu ermöglichen, Kunden eine Oase des Genusses zu bieten, sie die Zeit bei Dir vergessen und genießen können…., dann werden Deine Käufer loyale Kunden werden. Und wenn Du Menschen mit Laktose-Intoleranz oder Soja-Überdruss einen neuen Weg Cappuccino zu genießen ermöglichst, weil es Dir um sie geht, werden Sie dies im besten Fall spüren und Dir treu bleiben.

Die Kunst ist es jetzt, diesen neuen WSP (Why Selling Point) in der richtigen Intensität zu kommunizieren.

Dafür muss er echt sein – heißt es muss Dein echtes Warum sein und keine nette Marketingstory um Dein Was (Umsatz – Rechnungen bezahlen) und Wie (Kaffee) zu begründen. Wenn es nur Marketing ist, wird Dein Kunde dies spüren und leicht misstrauisch sein oder die gegebene Markttransparenz wird es auffliegen lassen.

Und Du musst dies perfekt und in der richtigen Intensität – also auf den Kunden abgestimmt – kommunizieren.

Einen Einstieg in das Thema “Verkaufen mit Warum” findest Du im dazugehörigen Buch “Dein Warum verkauft” . 

Die praktische Umsetzung und die notwenigen skills erhältst Du in unserem sales Boot Camp.

Unterstützung bei der Suche nach Deinem Warum und der perfekten Positionierung erörtern wir gerne gemeinsam in einem kostenfreien Strategiemeeting.


Mai 4, 2019
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Du hast die innovative Idee, ein cooles Produkt, vielleicht auch wohlwollende Investoren oder genügend Budget und eine perfekte Analyse Deiner Kundengruppe und deren Bedürfnisse. 

Du weißt eventuell und beispielsweise auch, dass Deine Kunden ihre Zigaretten von vorne nach hinten rauchen, welches Feuerzeug sie zum anzünden benutzen, dass sie durchschnittlich 4,23 Minuten für das eigentliche Rauchen brauchen, noch 8,18 Millimeter beim Ausdrücken an der Zigarette nutzbar wären und sie dies aller 65 Minuten wiederholen. 

Du weißt auch, dass bei soundso vielen Leads eine Conversation Rate von x,yy notwendig ist, damit Deine Unternehmung irgendwann tragfähig wird.

Euer pipdrive, sales force oder hubspot ist perfekt aufgebaut, die Lead-Maschine läuft, content- und SEO-Optimierung sind auf Kurs und der Obstkorb ist immer voll. 

Nur Dein offline-sales-Team bzw. deren Output erfüllt nicht zu 100% Deine Erwartungen und echte Kunden lassen zu lange auf sich warten oder sind noch zu wenig.

Du baust ein Unternehmen mit einem (Tele)sales Team auf und bist vom Output und/oder der Anzahl der Deals betrachtet, nicht ganz zufrieden?

Du hast ein erfolgreiches Unternehmen und das Gefühl oder die Gewissheit, es geht mehr im sales?

Du bist Dienstleister und machst einen perfekten Job für Deine Kunden und hast noch Kapazitäten?

Dann kann es an den folgenden Gründen liegen, dass Eure Kunden zu wenig bis gar nicht kaufen.

 

1. Du vermittelst zu wenig Vertrauen

Dein Kunde weiß vielleicht genau Was Du verkaufen bzw. lösen möchtest und auch Wie der detaillierte Prozess aussieht – was er nicht weiß ist, Warum Du tust was Du tust. So hat er keine Chance den Sinn Deines Handelns und seines Kaufes zu verstehen und sein limbisches System kann nicht entscheiden. Es fehlt das Bauchgefühl, er muss alleine auf der Basis Deiner Fakten entscheiden und es bleibt ein ungutes Gefühl zurück.

Mehr zum Thema “Verkaufen mit Warum” findet Du hier.

Du kannst für Deine Kunden ein Verkäufer sein, dann wirst Du ihn maximal zu einer einmaligen Transaktion verleiten. Weil er einen sehr dringenden Bedarf und Du die Lösung dafür hast – oder weil Du ihn manipulativ zu einem Kauf bringst.

Oder Du bist für ihn ein vertrauenswürdiger Geschäftspartner und Berater. Ein Mensch, der für ihn da ist, der ihn und seine Bedürfnisse aufrichtig ernst nimmt und der gemeinsam mit ihm Lösungen entwickelt – Seine Lösungen. Ein Mensch, der weiß warum er den Kunden kontaktiert und dies kommunikativ zu vermitteln weiß. Ein Mensch dem er vertrauen kann.

 

2. Du verwendest die falsche Intensität

Nehmen wir an Du spielst mit einem 4 jährigen Kind Ball und willst ihm den Ball zu werfen. Dein Bedürfnis ist somit klar. Das Kind ist fokussiert bei Dir und will den Ball unbedingt fangen. Auch sein Bedürfnis steht somit. Die Lösung ist  einfach – wirf den Ball zum Kind und lass es den Ball fangen und alle sind glücklich. Da Du früher sehr gut Handball gespielt hast, gibst Du alles und der Ball fliegt mit 100 km/h knapp über den Kopf des Kindes. Was passiert jetzt: Tränen und Unzufriedenheit bis offene Ablehnung über Dein Verhalten. Einziger Trost: es lebt noch. Neuer Versuch: jetzt nimmst Du Dich raus und der Ball fällt dem Kind 2 Meter vor die Füsse. Was passiert: vielleicht keine Tränen, nur noch Unzufriedenheit. Das Bedürfnis des Kindes ist alles andere als befriedigt. Es wollte fangen und war bereit – versagt hast Du.

Deine Aufgabe ist es, den Kunden mit der komplett richtigen Intensität zu begegnen. Deine Wurftechnik auf seine Konstitution und Fangkünste einzustellen. Die Intensität gibt der Empfänger vor.

Du solltest Dich auf Deine Kunden einstellen. Welche Verhaltensweisen und welchen Charakter hat er. Ist er pro-aktiv oder reaktiv. Tickt er primär rational oder emotional. Nimmt er seine Umwelt visuell oder kinästhetisch wahr. Behandle ihn so, wie er es will.

Wenn Du den Vorteil hast ihm persönlich gegenüber zu stehen, fokussiere Dich auf seine Körpersprache – wie gibt er Dir die Hand (von oben: er will führen, von unten: eher reaktiv, ist eine Lücke zwischen Euren Händen stimmt etwas nicht, zieht er Dich ran kannst Du etwas persönlicher werden, hält er Dich auf Distanz bleib sachlich), auf welcher Seite steht er (links: ist er eher emotional, rechts: ist er eher in der Rationalität zu Hause) und wie bewegt er sich durch den Raum.

Triffst Du ihn am Telefon versuch seine Stimme zu lesen. Wie meldet er sich? Welche Worte verwendet er? Mehr dazu bald in meinem Buch “Dein WARUM VERKAUFT – Kunden am Telefon erfolgreich kaufen lassen – Sales TUN®”.

Fürs erste kannst Du ihn gerne spiegeln. Im Verlauf des Gesprächs solltest Du Dich eher zum ebenbürtigen Partner entwickeln. Spiegeln ist langweilig und alles andere als Authentisch. Es geht nicht darum Dich zu verstellen – sondern seine Intensität zu achten.

Wenn Dich das Thema interessiert dann kontaktiere mich gerne für ein individuelles coaching oder unser 2 Tages bootcamp für Dein Team.

 

3. Du bist nicht auf Augenhöhe mit Deinen Kunden

Nach meiner Erfahrung haben auch kommunikativ und rhetorisch starke Verkäufer eine Herausforderung mit Entscheidern bzw. C-Level Führungskräften.

Sie werden dann nervös, wirken eingeschüchtert und hilflos oder werden arrogant und aggressiv im Ton. Auf jeden Fall vermitteln sie mit Stimme oder Körpersprache Unsicherheit und erreichen so das Gegenteil von Vertrauen da sie ihre Authentizität verlieren.

Die Entwicklung eines klaren Warum der Unternehmung und des Verkäufers verhindern dies und sorgen für Selbstsicherheit.

 

4. Du vermittelst zu wenig Nutzen und Sinn

Je dringender und größer das Problem bzw. das Bedürfnis des Kunden ist, desto mehr rationalisiert er seine “Bauchentscheidung”. Er stellt sich immer die Frage: “Was bringt mir das?” und eventuell hinterfragt er auch den Sinn Deiner Option. Dafür brauchst Du Argumente.

Die meisten Menschen kommen dann mit Produktvorteilen. Es ist gut die eigenen Vorteile im Kopf zu haben, auf der anderen Seite solltest Du diese  passend zu den Bedürfnissen des Kunden in seinen Nutzen übersetzen können. Statt “unsere Lösung hat eine ….Schnittstelle und ist unabhängig hervorragend bewertet” versuch “damit sichern sie sich Unabhängigkeit von….” oder “das bedeutet für sie….” oder “das spart Ihnen….”.

Hab unbedingt alle Argumente parat und beziehe diese konkret auf die Befriedigung seiner Bedürfnisse.

 

5. Du fragst nicht (richtig)

Die Welt kannst Du nur mit offenen Fragen erobern. Nur so kannst Du den Kunden öffnen und seine echten Bedürfnisse erfahren.

Die meisten Seller beherrschen dies leider nicht. Zu oft höre ich Fragen in der Art wie: “Haben Sie mein Angebot erhalten?”, “Können Sie sich vorstellen mit uns zusammen zu arbeiten?” oder “Ist ihnen…wichtig?”.

Mach mal “Wie fair klingt mein Angebot für Sie?”, “Unter welchen Umständen wollen Sie mit uns zusammen arbeiten?” oder “Wie wichtig ist Ihnen….?” draus. Der Kunde wird es Dir beantworten. Jetzt ist es die Aufgabe auch noch fokussiert zuzuhören und nicht nur seine Worte sondern auch seine Botschaft zu verstehen.

6. Du hängst zu sehr in Deinem Ego

Wenn Dein Einkommen auch mit Deinen Abschlüssen korreliert ist es verständlich, dass diese auch Dein höchster Wert sind. Nur leider wird es der Kunde merken und kein Vertrauen aufbauen können. Er wird merken, dass es Dir um Deinen Verkauf geht und nicht um seine Bedürfnisse.

Deine Aufgabe ist es, den Wert des “Verkaufens” durch den Wert “für Menschen und Unternehmen eine passende und unverwechselbare Lösung zu finden” zu ersetzen. Einfach den Kunden und seine Bedürfnisse und Probleme in den Mittelpunkt Deines Handelns zu stellen. Dann wird er kaufen – dann musst Du ihm nichts verkaufen.

Diesen Wert musst Du dann noch perfekt kommunizieren. Nimm das Ich aus Deiner Kommunikation – nimm Sie, Du und Wir.

 

7. Du erkennst die Kaufsignale nicht

und machst einfach weiter und weiter und weiter, bis der Kunde dann doch kein gutes Gefühl mehr hat, weil es unsicher wirkt, wenn Du – aus seiner Sicht – denkst, er braucht noch mehr Argumente.

Kaufsignale können klare Bestätigungen auf Vorverkauf- bzw. Abschlussfragen sein. Dies sollten dann auch gestellt werden. Ein “Wie finden sie das?” oder “Wie fair klingt das für Sie?” nach einer Nutzenargumentation gehört unbedingt in Dein Gespräch.

Auch das Stellen von interessierten Fragen, eine bestimmte Mimik (Querfalte auf der Stirn) oder ein Dir zuwenden können Kaufsignale sein.

Achte darauf und verlier Dich nicht in weiteren Argumentationen oder einer unangebrachten Detailverliebtheit.

 

8. Du hast Angst vor Deinem Preis

Preise sind nicht sach- sondern personenbezogen. Für den einen ist ein Flugzeugträger teuer – für den anderen ein Fiat Panda. Wenn der Kunde genug Nutzen hat und Deine Option ein hinreichend gutes Gefühl oder eine genügende Vermeidung von Schmerz bietet – wird er Deinen Preis zahlen.

Nur bitte lass nicht ihn nach dem Preis fragen. Nenne den Preis als etwas Selbstverständliches verpackt in ausreichend Nutzen. Ich selber bevorzuge die Nutzen – Preis – Nutzen – Nutzen – Methode.

Beispielsweise wie folgt:

Ihr Inserat auf der Plattform, mit welchem Sie tausende neue Kunden erreichen, ist vollkommen kostenfrei. Bei einer erfolgreichen Buchung Ihres Angebotes vergüten Sie uns 15% des Umsatzes. Somit sichern Sie sich von morgen an eine sehr hohe Reichweite und profitieren von unseren 5 stelligen Marketingausgaben pro Monat. Durch Ihr neues Buchungssystem sparen Sie sich Marketingausgaben, Stress mit Ihrer eigenen website und garantieren Ihren Kunden einen einfachen und sichereren Buchungsprozess.

 

Wenn Ihr Euren Vertriebsprozess optimieren oder auslagern wollt oder Du Deinen Erfolg – was immer dies für Dich bedeutet – steigern willst, bin ich gerne für Euch und Dich da. In einem kostenfreien Strategiemeeting besprechen wir Eure und Deine Ziele und legen einen gemeinsamen Weg fest, diese zu erreichen.


März 28, 2019
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Warum es besser ist ein Warum zu haben – auch im Verkauf

Menschen kaufen nicht was Du tust und wie Du es tust – sondern Warum Du etwas tust.

 

Wenn Dein einziger Grund für Dein Handeln Umsatz, Geld, die Erfüllung Deiner Vertriebsziele oder die Verwirklichung Deiner persönlichen Ziele ist, kannst Du dem Kunden maximal ein Produkt oder eine Dienstleistung andrehen. Kaufen wird er nicht.

Wenn Euer Unternehmen sich nur noch mit dem “Was verkaufen wir – Wie” beschäftigt, ist der Exit vorprogrammiert.

Warum ist das so?

Fangen wir mit dem Zweck der Unternehmung und der Frage: “Warum tun wir – was wir tun?” an.

Da technischer Fortschritt keine lineare sondern eine Exponentialfunktion ist, ändern sich die Umstände der jeweiligen Märkte rasant. Digitalisierung und soziale Medien verändern unser Leben – auch durch den einfachen Zugang zu allen Informationen und der Möglichkeit diese ad hoc zu verbreiten. Von der Idee bis zur Marktdurchdringung liegen nur wenige Tage und ein verhältnismäßig geringer monetärer Aufwand. Für jedes beliebige Problem gibt es fast täglich neue Lösungen, welche mit etwas Marketingbudget sofort die Zielgruppe erreichen.

Wenn ich als etablierter Anbieter eines Produktes oder einer Dienstleistung auf neue Lösungen in meinem Markt immer nur mit einer Anpassung des Wie reagiere – gerate ich extrem schnell aufs Abstellgleis.

 

Zur Verdeutlichung einige Beispiele:

 

Als Hersteller von Telefonen kann ich es schaffen, Menschen zu einer Transaktion zu verleiten, wenn ich aktuell das technisch beste Telefon anbieten kann. Mit einem echten USP. Irgendwann wird dies von einem Mitbewerber nachgeahmt werden. Dann kann ich noch mal durchstarten und mit Rabatten und Preisnachlässen um Kunden buhlen. Dies wird wiederum von meinen Mitbewerbern aufgeholt werden und vielleicht überlebe ich mit Ach und Krach oder ich verschwinde in dieser Spirale und vom Markt. Spätestens, wenn die Kommunikation zwischen Menschen nicht mehr per Telefon statt findet, bin ich raus, weil ich ein Hersteller von Telefonen bin.

 

Als Unternehmen, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kommunikation zwischen Menschen einfacher zu gestalten, schaffst Du es Loyalität aufzubauen und bist flexibel im Was und Wie. Du hast ein Warum und passt das Was und Wie an jenes an.

 

Wenn ich nicht das Warum habe – Menschen schnell von A nach B zu bringen – sondern der Betreiber einer Eisenbahngesellschaft bin, brauch ich mich nicht wundern, wenn Menschen bei großen Entfernungen in Flugzeuge steigen oder aus Budgetgründen den Bus nehmen und ich selber auf Subventionen angewiesen bin.

Wenn ich das Warum dazu habe, kaufe ich Flugzeuge und Busse. Dann löse ich ein Problem – Menschen müssen von A nach B – und verkaufe keine Sparpreise um irgendwie mit zu halten.

 

Wenn ich Menschen zu finanzieller Freiheit verhelfen will, werde ich Lösungen mit meinen Kunden erarbeiten.

Wenn ich Versicherungen verkaufe, werde ich verzweifelt nach unsinnigen USP´s in Produkten suchen.

 

Das Geheimnis für unternehmerischen Erfolg – gerade in einer Zeit, wo das persönliche Warum und der Sinn hinter einer Entscheidung wieder wichtiger wird – ist ein Ansatz vom Warum als Basis meines Tuns zum Wie und zum Was. Von Innen nach Außen. 

 

Die meisten Menschen und Unternehmen kommunizieren genau andersrum. Sie wissen was sie tun (beispielsweise Versicherungen verkaufen), manchmal auch noch Wie sie es tun (Bestand drehen, soziale Medien nutzen, Empfehlungen erfragen, unabhängig auftreten…) ganz selten beschäftigen sie sich damit, warum sie es tun (Kunden Sicherheit und eine finanzielle Zukunft zu ermöglichen, sowie die Verwirklichung ihrer Träume).

 

Inspirierende und erfolgreiche Menschen und Organisationen kommunizieren hingegen von Innen nach Außen. Ihnen ist klar, warum sie etwas bewegen wollen. Sie kennen ihr Warum und beschäftigen sich immer wieder damit.

Sie haben Antworten auf die Fragen:

Welchen Sinn macht das, was wir anbieten?

Was wollen wir bei unseren Kunden erreichen?

Welches Problem wollen wir lösen?

Was ist unser Glaube hinter unserem Tun?

Der Rest – das Wie und das Was – wird passend zum Warum gestaltet. Damit erobern sie den Markt und halten sich dauerhaft darauf. Weil sie ihr Warum kennen – und flexibel sind, was die Umsetzung betrifft. Ihr Verkauf ist kein Austausch von Transaktionen (“ich gebe Dir 10% Rabatt und dafür kaufst Du einmalig mein Produkt” oder “ich zahle Dir einmalig eine Sonderboni und dafür verkaufst Du mein Produkt”) sondern ein Kaufen durch inspirierte und loyale Kunden.

Kommen wir zum Käufer.

Die meisten Unternehmungen und Vertriebsansätze gehen davon aus, dass Entscheidungen rational, vernünftig, systematisch und nachvollziehbar sind. Hirnforscher gingen noch bis 1990 davon aus, dass Entscheidungen im Neocortex – unserem Teil des Gehirns, welches für Logik verantwortlich ist  – getroffen werden. Mittlerweile wissen wir, dass dieser Gehirnteil gar keine Entscheidung treffen kann. Bereits 1/3 Sekunde vor dem Eintreffen im Neocortex ist der Impuls im Limbischen System messbar. Wir entscheiden uns also, bevor wir es überhaupt denken können.

Erst nachdem das Limbische System entscheiden hat, versuchen wir logisch unsere Entscheidung zu begründen. Die Entscheidungskriterien selber bezieht das Gehirn aus unseren unbewussten Erfahrungen und Gefühlen.

Und die Begründung fällt uns ziemlich schwer, weil das Limbische System keine Sprache kennt. Wir müssen übersetzen. Wenn Du jemanden fragst, warum er seine Partnerin oder Partner liebt, kommt dann halt auch meist Schwachsinn. Aber er oder sie liebt sie oder ihn oder andersrum, das steht fest. Es ist ein sicheres Gefühl.

Da das Limbische System keine Möglichkeit hat, das Gefühl genau zu beschreiben,  behilft es sich mit der Benutzung des Verstandes um Fragen wie:

 

Tut mir das gut?

Hat das Spaß gemacht?

Würde ich das nochmal machen?

Hat es mir Schmerz zugefügt?

Vermeidet das zukünftiges Leid?

 

zu stellen und zu beantworten.

 

Somit muss bei einer Entscheidung erst das Gefühl JA sagen und dem Verstand müssen dann Gründe dafür einfallen.

2010 fanden britische Hirnforscher heraus, das Dopamin eine Rolle beim Entscheiden spielt. Ohne dass wir es merken, spielt das Gehirn eine Entscheidung durch. Alle Erfahrungen seit dem Mutterleib fließen dabei mit ein. Das Gehirn spielt durch, welche Emotionen nach der Entscheidung aufkommen könnten und wie wir uns dabei fühlen werde. Die Variante mit dem meisten Dopamin gewinnt – und wir denken, wir hätten rational entschieden.

Für eine Kaufentscheidung ist somit nicht nur der rationale Nutzen – was habe ich davon? – sondern auch der emotionale Nutzen – welches Gefühl habe ich durch den Kauf? – entscheidend.

Stimmt eine Kaufentscheidung nicht mit den moralischen, ethischen oder ökologischen Einstellungen des Käufers überein, entsteht Unwohlsein und Kaufreue. Loyalität, Zweitkauf und Empfehlung sind ausgeschlossen.

 

Wenn Du als Anbieter von Produkten, Verkäufer oder Dienstleister Menschen nur kommunizierst Was und Wie Du es tust, nimmst Du Deinen Käufern die Chance, aus dem Gefühl zu entscheiden. Sie müssen dann auf der Basis von Fakten entscheiden, dies dauert länger oder – wegen der vielen Fakten zu Deinem Produkt – es kommt nie zu einem Deal. Auch kann es – weil das gute Gefühl fehlt – zu Kaufreue und Storno kommen.

 

Wenn Du es schaffst, Menschen aufrichtig Dein Warum zu kommunizieren, können Sie leichter eine Entscheidung treffen. Die können sich auf ihr Gefühl verlassen, sind sich sicherer und beständiger in ihrer Entscheidung und sie entscheiden schneller.

Sie haben ein gutes Gefühl. Deine Option lässt sie Dopamin ausschütten und glücklich sein.

 

Somit wird Dein Warum – das Darum für den Kunden.

 

Wenn Ihr wissen wollt, wie Ihr Euer Warum finden und/oder erfolgreich im sales Prozess kommunizieren könnt, finden wir gemeinsam eine Lösung.

 

Nach einem kostenfreien Strategiemeeting habt Ihr die richtigen Fragen für einen “Reset mit Warum” und/oder die Strategie für eine Warum-orientierte sales-Kommunikation.

Vereinbare am besten gleich hier und heute Dein kostenfreies Meeting


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